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sch… Wetterbericht!

Vielen Dank zunächst einmal an die Teilnehmer unsere kürzlichen Verzasca-Fototrips, die die Überschrift für diesen Blogbeitrag vorschlugen! Denn besagter Wetterbericht lag nämlich so was von daneben…
20°, Niederschlagswahrscheinlichkeit 5% – das war der mehrfach gecheckte Wetterbericht. Als wir im Tessin ankamen, war der Himmel allerdings eine geschlossene graue Masse, aus der zu allem Überfluss auch noch Nieselregen fiel…

Nach dem Beziehen der Unterkunft machten wir uns dennoch mit Kamerarucksack zu einem kleinen Fotospaziergang durch die Gemeinde Frasco auf. Der leichte Regen hörte auch bald auf, so dass wir noch eine schöne Fotosession inkl. Wasserfall und kleinen Stromschnellen genießen konnten.

Aber schaut euch die unten gezeigten Bilder bitte auf jeden Fall in der größeren Ansicht an – so klein verlieren sie total an Wirkung…

Der zweite Tag sah bereits viel freundlicher aus! Nach dem Frühstück fuhren wir ein paar Kilometer das Tal hinunter nach Lavertezzo. Hier wird die Verzasca durch eine 1m breite Bogenbrücke überspannt, welche sich zum Wahrzeichen des Tals gemausert hat. Für uns war aber nicht die Brücke der Grund, sondern die unglaublichen Felsformationen unterhalb des Bauwerks!

Neben den Felsformationen ist die Verzasca natürlich noch für ihre Wasserfarben berühmt. Sogar der der Name “Verzasca” leitet sich von “verde aqua”, also grünem Wasser ab.

Nach einem kleinen Mittagessen auf der Staumauer (von der sich neben uns die Bungee-Springer im Minutentakt herunterstürzten), fuhren wir in eines der hübschesten und malerischsten Dörfchen des Tessins, nach Corippo. Wie ein Schwalbennest sitzt dieses Dorf hoch oben am Hang – hier scheint die Zeit still gestanden zu sein. Gerade mal 16 Einwohner leben permanent dort, aber diese sind stolz darauf, die kleinste Gemeinde der Schweiz mit aktivem Gemeinderat zu sein!

Auf dem Weg zurück nach Frasco stoppten wir noch bei Brione, wo die Verzasca uns wieder ein gänzlich anderes Bild bot. Ein tief eingeschnittenes Flussbett, welches übersäht ist mit Granitbrocken, die definitiv nicht der Fluss, sondern ein Gletscher der letzten Eiszeit hier ablegte. Zwischen diesen schlängelt sich dieVerzasca in vielen kleinen Wasserfällchen hindurch, mal wild, mal ruhig in glasklare Becken.

Am dritten Tag, dem Tag der Heimfahrt, wechselten wir nochmals das Tal und fuhren nach Ponte Brolla am Eingang des Maggia-Tals. Hier schnitt sich die Maggia so tief in den Granit, dass hier sogar die Weltmeisterschaften im Klippenspringen abgehalten werden.

Auch wenn die Zeit leider nicht mehr ausreichte, einen Bereich der Klippen zu suchen, in dem man herabklettern hätte können, fanden wir trotzdem noch tolle Aufnahmen. Und zumindest ich habe auf jeden Fall Blut geleckt, diese Schlucht nochmals genauer zu erkunden.

Also vielen Dank nochmals an meine Reisebegleiter, es war wirklich ein schönes Wochenende! Ich werde diesen Trip in Zukunft mit Sicherheit von Zeit zu Zeit mal wieder anbieten. Wer weiß, vielleicht sogar auch mal als Location für einen Akt-Workshop…

- Martin –