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Zuwachs meiner Fototaschen

Meinen bisherigen Fotorucksack hatte ich seit vielen Jahren in Betrieb. Es war ein kleinerer Tamrac der Expedition-Serie, der für die meisten meiner Jobs und Reisen eine gute Mischung aus Gewicht, Fassungsvermögen und Mobilität darstellte. Bei einer meiner letzten Produktionen in Spanien und Südfrankreich hat dieser leider (vermutlich weil ich ihn etwas *hüstel* überladen hatte) das Zeitliche gesegnet. Nach einigem Überlegen habe ich mich nun doch für einen Nachfolger entschieden, um den ich schon seit ein paar Jahren herumlaufe: Den Rucksacktrolley “Airport TakeOff” der Marke Thinktank. Die Produkte des US-amerikanischen Unternehmens sind nicht unbedingt die günstigsten, allerdings kenne ich keinen einzigen Fotografen, der bisher nicht zufrieden mit dem Kauf eines solchen war. Also habe ich zugeschlagen – und es bisher noch kein einziges Mal bereut!

Für mich war wichtig, dass ich viel Fotoequipment unterbringe, allerdings genauso wichtig war mir Mobilität und – jetzt kommt das Sahnehäubchen – dass er die internationalen Handgepäcksmaße nicht übersteigt, da ich immer mehr und mehr auch im Ausland arbeite. Ein Rucksack alleine, der dies erfüllt, ist dann meist sehr schwer. Ein Trolley, dem das Gewicht nichts ausmacht, ist nicht ganz einfach durch den Sand oder die schottischen Highlands zu bewegen. Somit war der Thinktank Airport TakeOff eine interessante Lösung, da dieser neben den Rollen auch Rucksackriemen anbietet.

Voll bepackt inklusive Stativ sieht dieser so aus:

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 Der Trolleygriff lässt sich sehr leicht und widerstandslos versenken in einer Reißverschlusstasche versenken, sollte man ihn als Rucksack verwenden wollen. Der Griff ist lang genug, dass man ihn problemlos aufrecht hinter sich herziehen kann, die Inline-Skate-Rollen laufen sehr leicht und auch kleinere Kiesbeläge machen ihnen keine Probleme. Man hat einen Griff an der Längsseite sowie zwei Griffe an den Schmalseiten. Der untere davon dient auch als Standfuß, so dass der Trolley auch bei nur halb bepacktem Zustand sicher aufrecht steht.

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 Die Stativtasche ist abnehmbar, darunter verbirgt sich ein elastisches Fach für ein Einbeinstativ. In einem Reißverschlussfach auf der Rückseite findet man die Rucksackträger. Geöffnet wird die Verschlussklappe nach unten geklappt und mit einem Klett auf der Unterseite befestigt, was gleichzeitig ein zusätzliches Polster in der unteren Rückenpartie darstellt. Die Träger sind weich gepolstert, haben Erweiterungsschlaufen und einen justierbaren Brustgurt.

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Auf der Vorderseite befindet sich ein großes Einschubfach, in dem Laptops oder größere Papiere platz finden und in dessen Deckel ein Klarsichtfach mit einem Laptopschloss integriert ist.

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Geöffnet entpuppt sich dann der Trolley aber als wirkliches Platzwunder! Im Deckel befinden sich noch zwei Klarsichttaschen, deren Reißverschlüsse in Neoprentäschchen verschwinden, damit nichts verkratzt wird. Die Fächer sind so groß, dass auch großflächigeres Zubehör gut Platz findet.

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 Der Deckel bleibt jedoch nicht von alleine stehen, wie es bei einigen Trolleys anderer Hersteller der Fall ist. Zu Anschauungszwecken habe ich mein Stativ dahinter gestellt. Der Koffer ist tief genug, dass auch größere Objektive wie das Sigma 150/2.8 aufrecht hineinpassen. Allerdings “verliert” man in der Mitte ein paar Zentimeter an Tiefe, da dort der versenkbare Griff auch Platz finden musste. Dennoch ist es unglaublich, was in diesen Koffer, der absolut handgepäckstauglich (international) ist, hineinpasst! Und das Beste daran ist, dass man ihm das Fassungsvermögen und sein Gewicht in voll bepacktem Zustand nicht ansieht!

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Was hier alles drinnen ist, könnt ihr im folgenden Bild sehen: Canon EOS 6D mit angesetztem Batteriegriff und 85/1.8, Canon EOS 5D mit 70-200/4, Sigma 150/2.8, Tamron 28-75/2.8, Tamron 17-35/2.8-4, Colour Checker Passport, Belichtungsmesser, zwei Speicherkartenboxen, drei Zusatzakkus für die Kameras, fünf Viererpakete AA-Akkus, ein Viererpaket AAA-Akkus, zwei TTL-Funkauslöser, sechs manuelle Funkauslöser (im Bild sind nur drei, die anderen sind in Gebrauch), ein Infrarotfernauslöser, ein Intervall-Auslöser, fünf Klemmen zum Abstecken etc., das von Thinktank mitgelieferte Regencover, ein Leatherman, zwei TTL-fähige Systemblitze, ein manueller Systemblitz, Reinigungswerkzeug für Objektive und Sensor, mattierende Tücher für Portraits, Filterfolien für die Systemblitze, eine Bouncecard und ein Omnibounce (Remake). Wenn ich keinen Laptop für Shootings benötige, sind in der Fronttasche oft die Charger für die Kamera- und AA-Akkus oder anderes Zubehör verstaut. In der äußeren Stativtasche kann auch gut noch ein kleines Blitzstativ und einen Knirps-Blitzschirm befestigen.

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Für mich ist das mit Abstand der beste Kamerakoffer, den ich bisher hatte und ich habe es bisher noch kein Mal bereut, ihn mir gekauft zu haben. Für etwas widrigere Witterungsbedingungen oder extremere Shootings gibt’s die Hardschalenkoffer von Pelicase oder BW, was ich aber selten benötige. Für meine Alltagsjobs ist der Thinktank Airport TakeOff die perfekte Lösung.

- Martin -