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Downpatrick Head

Irland – Teil 10

Von der Sonne geweckt… so kann der Tag starten! Wir hatten die Nacht nahe des Downpatrick Heads an der Nordküste des Co. Mayo verbracht, von aus wir uns heute nur eine recht kurze Strecke vornahmen, da wir noch einiges anschauen wollten.

Tagesetappe

Nach dem Frühstück in der Sonne wollten wir den Downpatrick Head noch etwas genauer erkunden. Das ist eine Landzunge, die sich – zuerst sehr flach, dann wieder ansteigend – in den Nordatlantik schiebt. Von den senkrecht ins Meer abfallenden Klippen hat sich ein Felsbrocken gelöst, der nun einige Meter vor dem Downpatrick Head steht, als ob er mit dem Spaten abgetrennt worden wäre. Dazu hat sich eine Blow Hole gebildet, d.h. eine Höhle unter der Landspitze ist zum Teil eingebrochen, so dass bei viel Seegang ca. 30m vor der eigentlichen Steilklippe das Wasser von unten hochschießen kann. Diese Blow Hole ist allerdings umzäunt, kann also nichts passieren.

downpatrick4

Mayo

Wenn man sich das Gras auf dem vorderen Teil des Downpatrick Heads ansieht, wird man schnell an den Giant’s Causeway in Antrim oder Staffa auf den Inneren Hebriden erinnert:
Mayo

Das Gras und die kleinen lila Blümchen scheinen alle auf polygonen Steinsäulen zu wachsen…

Mayo

Aber auch wenn der Downpatrick Head ein echter Hingucker ist, lohnt sich die gesamte Nordküste von Mayo auf jeden Fall! Hier überwiegen steile Klippen und schroffe Küsten so weit das Auge reicht…

Mayos Nordküste

Mayos Nordküste

Aber selbst dort, wo keine Klippen ins Meer stürzen, findet man ständig spannende Küstenabschnitte. Das ist irgendwie wie Geologie zum Anfassen… :-)

Mayo

Nach dem ersten spannenden Spaziergang des Tages verließen wir den Downpatrick wieder und fuhren zunächst ein paar Meilen zurück nach Westen, denn wir wollten uns die Ceide Fields (sprich Keydscha Fields) anschauen. Hierbei handelt es sich um das älteste bekannte, steinzeitliche Feldsystem der Welt. Vor einiger Zeit wurde ein pryamidenförmiges Visitor Center dazu gebaut, das von kaum übersehen kann. Ein Besuch und eine Führung dort lohnt sich allemal! Auch wenn man nicht soooo viel zu sehen bekommt, sind die Ausführungen des Guides wirklich spannend und geben einen tollen Einblick in die irische Geschichte.

Da mich die Geschichte wirklich enorm interessierte, mir als Fotograf (ich bin ein ziemlich visueller Mensch) aber doch zu wenige Dinge zum Anschauen dabei waren, machten wir uns auf den Weg nach Carrowmore in der Nähe von Sligo im gleichnamigen County. Dort gibt es den Carrowmore Megalithic Cemetery, der heute noch 25 steinzeitliche Anlagen (von einst über 80) einschließt. Dort hatten wir keine Tour gebucht, sondern sind auf eigene Faust los…

Carrowmore, Co.Sligo

Danach reichte es uns aber auch mit steinzeitlicher Geschichte. Daher suchten wir uns etwas nördlich von Sligo ein schönes B&B. In Cliffony wurden wir schließlich mit dem Castle View B&B fündig, was wirklich sehr schön war! Ein leckeres Abendessen im örtlichen Pub rundete diesen Tag ab…

Castle View B&B, CLiffony

Auf unserer nächsten Etappe geht es durch’s wilde Donegal!

- Martin -