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Irland - 12

Irland – Teil 12

Wir nähern uns langsam dem Ende unseres irischen Roadtrips… Zumindest, was die Republik angeht! Denn bei die heutige Tagesetappe ist die letzte, bevor wir nach Northern Ireland und somit nach Großbritannien fahren:

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Unsere Tagesroute führt uns weiter durch das schöne County Donegal, über Horn Head, bis hinauf zum Fanad Head mit seinem berühmten, oft fotografierten Leuchtturm! Ich muss den natürlich auch mitnehmen… :-)

Eigentlich hatten wir vor, uns einen Tag Pause am Strand zu gönnen, das trübe Wetter hat uns dann aber doch gleich wieder zum Weiterfahren überredet. Hinter jeder Ecke dieses Küstenstreifens sieht die Landschaft wieder anders aus – und fasziniert uns immer noch.

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Die Fahrt über das Bloody Foreland präsentiert sich irisch: tief hängende Wolken, die der stürmische Wind über die zerklüftete Küste bläst! Für diese Küste hätte ich mir kein passenderes Wetter vorstellen können. Jedoch schon wenig später reißen die Wolken auf, der Wind hat mal wieder sein Zauberwerk vollendet, und wir fahren in herrlichem Sonnenschein durch Nord-Donegal. Auch dieses Wetter passt hervorragend – irgendwie komme ich langsam zu der Einsicht, dass mir diese Landschaft bei aber auch wirklich jedem Wetter gefällt! :-)

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Unsere Mittagspause verbringen wir an einem kleinen Strand in the middle of nowhere: Meine Freundin mit einem Buch und ich natürlich mit der Kamera. Immer wieder spannend finde ich, wie selbst an der kleinsten Felsspalte sich dort Pflanzen festhalten und dem Wind und Salzwasser trotzen.

Unser nächstes Ziel ist der Horn Head bei Dunfanaghy. Hier schießen die Klippen praktisch senkrecht bis auf 180m direkt aus dem Meer nach oben! Ein kleiner Spaziergang vom Parkplatz aus bringt uns weiter in Richtung der zwei Beobachtungstürme (bzw. deren Reste), von wo aus man bei gutem Wetter bis Tory Island blicken kann. Die steilen Klippen bieten auch Hobby-Ornitologen viel, da riesige Seevögel-Kolonien dort nisten. Aber man findet auch neolithische Steinkreise und Gräber in dieser Gegend. Fazit: Absolut lohnenswert!

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Unten in Dunfanaghy präsentiert sich die Landschaft dann wieder ganz anders. Nichts von steilen, zerklüfteten Klippen, sondern rollende Hügel entlang von flachen Küsten. Diese schnellen Landschaftswechsel sind einer der Gründe, warum ich Irland (und auf jeden Fall auch Schottland) so reizvoll finde!

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Unser heutiges Etappenziel ist aber der Fanad Head, welcher noch ein wenig weiter nördlich liegt. Also auf, zurück ins Auto und weiter geht’s. Als wir dort ankommen, ist die Sonne noch zu hoch für gute Fotos der Bucht, weshalb ich 1-2 Testschüsse mache und wir uns dann unser Abendessen zubereiten. So sitzen wir in der Sonne, essen lecker Pasta, unterhalten uns kurz mit ein paar tschechischen Arbeitern, die mit ihrer reichen Angler-Ausbeute sich gerade auf den Heimweg machen und genießen das Panorama.

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Was man hier jedoch nicht sieht, ist dass direkt neben dieser tollen Aussicht eine unglaublich hässlicher, ziemlich verfallener Betonbau der irischen Küstenwache steht… Diesen blenden wir so gut es geht aus und während sich meine Freundin es sich langsam mit ihrem Buch im Auto gemütlich macht, kämpfe ich mit den Midges und warte darauf, dass die Sonne endlich tief genug steht. Und dann: endlich…

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Zerstochen, aber glücklich packe ich meinen Kamerakram zusammen und ziehe zu meiner Freundin um. Ein schöner Tag geht zu Ende – unser vorerst letzte in der irischen Republik. Morgen geht’s nach Derry!

- Martin -