Rannoch Moor

Fotoreise nach Schottland 2015 – Teil 1

Im April diesen Jahres bot ich in Kooperation mit dem schottischen Reiseveranstalter Wind & Cloud Travel eine Fotoreise auf die Isle of Skye an. Meine fünf Mitreisenden holte ich in Glasgow ab und gleich darauf machten wir uns auf den Weg nach Norden, denn unser Ziel war Portree, der Hauptort der Isle of Skye. Auf dem Weg dorthin nahmen wir gleich noch ein paar Leckerbissen wie Glencoe und das Eilean Donan Castle in Dornie mit, bevor wir letztendlich unser hübsches Ferienhaus hoch über der Bucht von Portree bezogen.

Unser erster Tag auf der Insel begrüßte uns mit strahlendem Sonnenschein und wirklich warmen Temperaturen! Gleich nach dem Frühstück machten wir uns auf, die nördlichste Halbinsel, Trotternish, zu erkunden. Unser erstes Ziel waren die Bridal Veil Falls, die immer einen Stopp lohnen:

Bridal_Veil_Falls_martinziajaMan kann direkt unterhalb in einer Parkschleife parken und es sind nur wenige Schritte bis zu den Kaskaden. Leider ist der Weg dorthin meist sehr sumpfig, so dass gutes Schuhwerk oder gar Gummistiefel ratsam sind. An diesem Morgen hielten sich noch ein paar Wolken an der Trotternish Ridge, die aber mit der Zeit immer lichter wurden und den Blick auf den Old Man of Storr von hier auch noch freigaben. Daher entschloss ich mich, die Bridal Veil Falls mit einer 100mm-Telebrennweite zu fotografieren – denn so konnte ich die Distanz verdichten und das Felsmassiv des Storr im Hintergrund mit dem Wasserfall im Vordergrund in Beziehung setzen.

Auf dem Weg weiter nach Norden machten wir einen kurzen Fotostopp bei den Lealt Falls. Da der Abstieg zu der interessanten Stelle aber recht steil ist, blieben wir nur kurz oben an der Klippe und bewunderten die gigantische Aussicht an diesem Tag. Bei solch einem Wahnsinnswetter habe ich diese auch noch nie gehabt… (inklusive einem Saltire… :-) )

The River Lealt gorge_martinziajaHier seht ihr alten Industrieruinen, denn von hier wurde das Diatomit (Kieselgur), das weiter oben am Fluss abgebaut wurde, verschifft. Es gibt hier auch einen netten Wanderweg entlang der alten Bahnstrecke bis hoch ans Trotternish Massiv, den wir allerdings nicht gegangen sind, denn uns zog es weiter…

Da es Ostersonntag war, war die Insel leider sehr voll, weshalb an den Old Man of Storr oder das Quiraing nicht zu denken war. Daher fuhren wir weiter über Uig an der Westküste ins Fairy Glen. Dort war glücklicherweise viel weniger los, so dass wir unseren Spaziergang durch das Tal der Feen wirklich genießen konnten.

The Fairy Glen_martinziaja

The Fairy Glen_martinziajaAuf dem Rückweg nach Portree machten wir nochmals kurz bei einem seeeeehr touristischen Punkt halt, der fotografisch zwar auch nicht so der Brüller ist, aber irgendwie schon dazu gehört: die Mealt Falls am Kilt Rock Viewpoint.

The Mealt Fall and Kilt Rock_martinziaja

scotland_st.columbas isle_0415_519Nachmittags nahmen wir noch St. Columba’s Isle bei Skeabost kurz mit, bevor wir zum Abendessen im Stein Inn einkehrten und mal wieder hervorragenden Fisch hatten! Leider machte uns das Wetter für unseren letzten Tagespunkt einen Strich durch die Rechnung. Wir wollten uns den Sonnenuntergang am Neist Point vornehmen. Die Fahrt dorthin war wunderschön, ich ließ einige Motive einfach links liegen, da wir ja das tolle Licht auf den Klippen mit dem Leuchtturm einfangen wollten – leider zog ca. 1km vor dem Parkplatz dann so dichter Seenebel auf, so dass wir die Klippen maximal erahnen konnten…

scotland_neist point_0415_525

Am nächsten Morgen machten wir uns als erstes auf zum Old Man of Storr. Sonne, Wolken, Orkanböen – ein wundervoller Morgen dort oben! Parken kann man am einfachsten direkt unterhalb des Old Mans, dort wurde dieses Jahr auch der Wanderparkplatz stark vergrößert. Der Aufstieg dauert je nach Kondition 45min bis 1h würde ich sagen.Dort oben gibt es einige spannende Locations: z.B. das Hochplateau nördlich des Old Mans, direkt vom Gipfel des Storrs aus nach Osten, entlang der kleinen Seen, die sich in die Hügel schmiegen oder auch direkt am Old Man in südlicher Richtung (besonders bei guter Sicht und abendlichem Licht!)…

The Old Man of Storr_martinziaja

Skye_martinziaja

Nachdem uns das schottische Wetter dieses theaterreife Lichtspiel über dem Sund zwischen Skye, Raasay und dem Festland geboten hatte, zogen wir weiter zum nördlichsten Bergmassiv der Isle of Skye: dem Quiraing. Dieses ist für mich bei jedem Wetter, bei jeder Uhr- und Jahreszeit eines meiner persönlichen Highlights…

Parken lässt sich hier ganz bequem an der Passstraße von Staffin nach Uig, direkt nach der wohl meist fotografierten Kurve Schottlands. Von dort aus kann man praktisch ohne Höhenmeter zurücklegen zu müssen, direkt zu den eindrucksvollen Felsformationen des Quiraings laufen. Wenn man den Rundweg laufen will, hat man zwar ein paar Höhenmeter mit dabei, für viele reicht aber der “flache” Hin- und Rückweg. Diesen Weg habe ich auch mit meinen Teilnehmern gewählt, da die Rundroute nach dem Old Man of Storr für einige doch etwas zu weit gewesen wäre.

Unser erstes Ziel war “The Prison”, ein Teil des Massivs, der sich (immer noch) durch einen großen Erdrutsch von den Klippen entfernt. Direkt oberhalb des Prison steht die “Needle”, eine hohe Felsnadel, die zwischen zwei Felswänden nach oben schießt. Die Ausblicke von dort oben über die Trotternish Halbinsel sind gigantisch…

The Prison_martinziaja

The Needle_martinziaja

Wie es weiter ging mit unserer Reise lest ihr im nächsten Artikel!

Und noch ganz nebenbei: Meinen Fotokalender “Schottland 2016″ kann man ab sofort vorbestellen:

- Martin -


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