Portraitworkshop

Portrait-Workshop – ein Rückblick Teil 2

Wie im letzten Fensterlicht in der Portraitfotografie angekündigt, möchte ich euch heute weitere Setups vorstellen, die ich im vergangenen Portraitworkshop mit dem ARTE Fotoclub Elztal e.V. erklärt habe.

Nachdem wir das Fensterlicht abgeschlossen hatten, setzte ich ein Licht, was sehr nah an Fensterlicht herankommt – allerdings tageszeitenunabhängig ist, da wir dafür einen einfachen 300Ws Studiblitz nutzten. Aber hier erst einmal zwei Ergebnisse:

workshop_waldkirch_010315_014

workshop_waldkirch_010315_011

Für diese beiden Bilder versah ich den einfachen 300Ws-Blitz mit einem Normalreflektor und richtete ihn komplett weg vom Modell, so dass er die Wand hinter mir im oberen Drittel anblitzte. Somit flutete ich praktisch den Raum hinter mir und machte ihn somit zu einer riesigen Lichtquelle – wie diffuses Tageslicht eben… :-)

Als nächstes erklärte ich ein klassisches Ganzkörper-Setup auf weißem Hintergrund, wie es zum Standardrepertoire eines jeden Studiofotografen gehört. In diesem Fall setzen wir zwei Studioblitze auf den Hintergrund, so dass sie ihn überkreuz ausleuchteten. D.h. der rechte Blitz beleuchtete die linke Seite des Hintergrundes und der linke die rechte. So bekommt man eine schöne gleichmäßige Ausleuchtung. Für die Belichtung maß ich Blende 11. Da ich den Hintergrund eine Blende heller belichten wollte, als mein Modell regelte ich das Hauptlicht, eine mittelgroße Softbox auf Blende 8. Das ist eigentlich schon alles. Allerdings birgt diese Vorgehensweise ein paar Risiken…

Sehr häufig kommt es zu Überstrahlungen und zu einer starken Kontrastabnahme. Das liegt daran, dass zu viel Licht vom Hintergrund nach vorn reflektiert wird. Das kann z.B. so aussehen:

workshop_waldkirch_010315_017Die Tontrennung zum Hintergrund ist nur noch marginal, Haare und Wangen werden eindeutig von hinten beleuchtet. Diese Merkmale werden immer deutlicher, je mehr Licht vom Hintergrund nach vorn reflektiert.

Daher messe ich immer auch, wieviel Licht vom Hintergrund auf das Modell reflektiert wird! Dabei ist es stets mein Ziel, dass das reflektierte Licht maximal 1,5 Blendenstufen über dem Hauptlicht liegt. Liegt es darüber, muss mein Modell weiter weg vom Hintergrund. Beim folgenden Bild ist das reflektierte Licht gleich dem Hauptlicht:

workshop_waldkirch_010315_016Hier sehen wir bereits einen deutlichen Kontrastschub und eine viel bessere Tontrennung von Modell zu Hintergrund. Dennoch fehlt mir hier noch Kontrast… Das passiert sehr häufig, wenn man in kleinen Räumen fotografiert, da man oft mit viel Streulicht zu tun hat. Um dies in den Griff zu bekommen, nutze ich meist zwei Lichtschlucker, die links und rechts des Modells positioniert werden.

workshop_waldkirch_010315_020Sofort ist ein deutlicher Kontrastzuwachs sichtbar und die dunklen Konturen des Modells heben sich jetzt viel besser vom Hintergrund ab. Wenn ich diesen kontrastreichen Look haben möchte, muss ich nun leider die schwarzen Lichtschlucker aus dem Bild retuschieren, was vor weißem Hintergrund allerdings ein schnelles Unterfangen ist. Das finale Bild sieht dann so aus:

workshop_waldkirch_010315_020-KopieIm nächsten Beitrag gibt’s eines meiner Lieblingssetups. Nur so viel: Es geht um Diffusoren… :-)

- Martin -


Share this:

facebooktwittergoogle_pluspinterest

2 commenti su “Portrait-Workshop – ein Rückblick Teil 2

  1. Pingback: Portraitworkshp – Rückblick 3 | Martin Ziaja Photography

  2. Pingback: Portrait-Workshop Rückblick 3 | Martin Ziaja Photography

Kommentar verfassen