Perspektive

Perspektive in der Portraitfotografie

Die Wahl der Perspektive spielt eine entscheidende Rolle, die jedoch häufig vernachlässigt wird. Durch schon leichte Veränderungen der Kameraposition können Elemente optisch vergrößert/verkleinert bzw. verlängert/verkürzt werden.

In der folgenden Animation (läuft sehr langsam ab) blieben alle Aufnahmeparameter gleich: Blende, Belichtungszeit, Empfindlichkeit und Weißabgleich und vor allem auch die Brennweite sind nicht verändert worden. Lediglich die Höhe der Kamera wurde verändert: Links befand sich das Objektiv etwa auf Höhe des Mundes des Modells, in der Mitte war es zwischen Nase und Augen und im rechten Bild leicht über Augenhöhe.

Perspektive

Wie man gut sehen kann, verändert sich von links nach rechts einiges: Ganz links erscheint das Gesicht recht rundlich und scheint in der Mitte und ganz rechts immer schmaler und länglicher zu werden. Die roten Linien zeigen, dass die Verhältnisse zwischen der Höhe des Haaransatzes, der Augen und der Kinnlinie sich praktisch jedoch nicht verändern. Was allerdings schnell ins Auge sticht, ist dass die Augen im Bild ganz links deutlich am kleinsten sind. Die gelben Linien im letzten Schritt der Animation verdeutlichen, wie die Nase optisch verlängert erscheint, wenn der Aufnahmewinkel dem Nasenbein angepasst wird. Dies kann entweder durch eine Veränderung des Kamerawinkels geschehen oder indem man das Model bittet, das Kinn zu heben oder zu senken.

Dies bezieht sich nicht nur auf Headshots – man kann die gleichen Regeln ebenso auf größere Ausschnitte und Ganzkörperaufnahmen anwenden. Man muss nur im Hinterkopf behalten, dass mit steigender Entfernung die Veränderung der Kamerahöhe auch größer werden muss, um deutliche Veränderungen zu erzielen.

- Martin -


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