Poulnabrone Dolmen, Ireland

Irland, Teil 5

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Nachdem die zweite Tageshälfte des Vortages uns durch eine nicht sehr spannende Gegend des County Clare führte, begrüßte uns dieser Tag leider mit sehr tief hängenden Wolken, die die Landschaft in einen grauen Nebel hüllten. Bei unserem ersten Stopp, den Cliffs of Moher, hatte sich dieser Nebel dann auch noch mit Nieselregen vermischt. Mein Vorschlag, zunächst einmal einen Kaffee in dem architektonisch spannend angelegten Visitor Centre zu trinken, wurde von meiner Freundin abgelehnt und ich folgte ihr recht widerwillig die Treppen hinauf zu den Klippen. An der Balustrade angekommen sahen wir – nichts. Gar nichts. Der Nebel war so dicht, dass wir nicht einmal die Abbruchkante der Klippen erkannten, die (wie wir später sahen) ca. 1,5m von uns entfernt war. So stapften wir beide noch weiter durch die graue Suppe, bis wir links von uns etwas zu erkennen glaubten. Und dann ging alles ganz schnell: Als ob eine Dunstabzugshaube angeschaltet worden wäre, zog der Nebel die Steilwand hoch und innerhalb von fünf Minuten standen wir ganz alleine an den sonst so überlaufenen Cliffs of Moher in glasklarer Luft. Und ich war ziemlich froh, dass ich mich von meiner Freundin habe überreden lassen, als einzige Idioten im Regen bei praktisch keiner Sicht zu den Klippen zu laufen…

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So hatten wir die Klippen praktisch eine volle Stunde lang für uns alleine, bevor weitere Touristen kamen. Zusammen mit den Touristen kamen dann auch noch einige Löcher in der Wolkendecke, so dass einige Sonnenflecken über die Landschaft rasten.

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Bis wir den Fußweg nach Süden in Richtung Parkplatz zurückgelegt hatten, brach die Wolkendecke vollständig auf, so dass wir auch den Blick bis ans südliche Ende der Klippen in strahlendem Sonnenschein bewundern konnten!

Es zog uns weiter. Nur wenige Kilometer nördlich wartete eine fast schon unwirklich erscheinende Landschaft auf uns: Der Burren. Ein Karstgebiet, in dem von der Ferne praktisch nichts zu wachsen scheint. Selbst ein General unter Cromwell sagte schon “Kein Baum, um jemanden zu hängen, kein Wasser, um jemanden zu ertränken und kein Boden, um jemanden zu verscharren” – ein richtiges Herzchen…

Diejenigen allerdings, die etwas genauer hinschauen, finden hier Irlands größte Artenvielfalt in Flora UND Fauna. Bevor wir uns aber den Blüten widmeten, zog es uns noch nach Poulnabrone, wo ein großer Dolmen aus der Jungsteinzeit steht.

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Wir fuhren weiter und folgten einem Tipp eines Mitarbeiters im Cliffs of Moher Visitor Center, der uns die Burren Perfumary  empfahl. Inmitten dieser kargen Landschaft findet man eine kleine Oase mit einem hübschen Kräutergarten, einem kleinen Tearoom mit leckeren Kuchen und Snacks und einer Perfumary, in der alles noch von Hand hergestellt wird. Ein wirklich wunderschönes Fleckchen, zu dem wir auf jeden Fall zurückkommen werden!

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Noch ein wenig tiefer im Burren fanden wir dann auch einen schönen Ort, wo wir unser Nachtlager aufschlagen konnten. So ging wieder ein rundherum schöner Tag zu Ende und wir planten den kommenden, der uns in das uns bereits bekannte Städtchen Galway und weiter ins einsame Connemara bringen würde.

- Martin -


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