Beautyportrait

Kleinigkeiten

Immer wieder höre ich von Einsteigern, dass die größten Probleme nicht in der Beherrschung der Technik bestehen, sondern in der Anleitung des Modells. Wenn ihr das erkannt habt, habt ihr die größte Hürde schon mal genommen! :-)

Sucht euch am besten Fotos im Internet, in Magazinen oder Bildbänden und sammelt diese als Inspirationsvorlagen! Das hilft euch als Fotografen, die nötigen Ideen einzubringen und gleichzeitig dem Modell, da es bereits eine Vorstellung er gewünschten Pose erhält! Wichtig bei einem solchen Ansatz ist jedoch, dass ihr euch Zeit lasst und an den Posen arbeitet! Denn meist sind es Kleinigkeiten, die eine gelungene Pose ausmachen – und viele Amateure scheitern lassen.

Im folgenden möchte ich euch drei Beispiele zeigen, wie minimale Veränderungen der Pose einen riesigen Unterschied ausmachen können – und das ganz abgesehen vom Licht…

posing_1a.jpg

Dieses Beautyportrait von Anastasia wirkt enorm statisch (was nicht unbedingt schlecht sein muss). Eine leichte Änderung der Schulterlinie bewirkt hier bereits enorm viel:

posing_1b.jpg

Bei einem etwas größeren Ausschnitt wird es noch deutlicher. Eine häufig gesehene Pose, die allerdings unbedingt Anleitung bedarf:

posing_3.jpg

Wenn hier der Oberkörper nicht überstreckt wird, fehlt dem Bild jegliche optische Spannung. Ein leichtes Kippen der Hüfte bringt jetzt schon viel mehr Bewegung ins Bild, da die links noch recht gerade Körperform nun eine schönere Kurve erhält! Auch das Kinn wird nun nicht mehr von der Schulter verdeckt.

Ein weiteres Beispiel ist diese Ganzkörperaufnahme:

posing_2.jpg

Wenn die Körperlinien fast parallel zu den Bildrändern verlaufen, führt das zu einem sehr statischen, schnell auch langweiligen Bild. Ein leichtes Verbiegen bewirkt, dass die Körperlinien nun bei weitem nicht mehr so parallel zu den Bildrändern stehen und wir erhalten ein viel spannenderes Bild!

Such euch also Posen, die euch gefallen und arbeitet an diesen. Ein mal sich das Modell hinstellen lassen, Klick, Foto und fertig – so geht es meistens nicht. Achtet auf die Kleinigkeiten, verändert diese und macht ggf. eine ganze Reihe an Aufnahmen. So lernt ihr schnell, welche Kleinigkeiten wichtig sind und was nicht funktioniert.

- Martin -


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