Dateiorganisation

Datei-Organisation

Auf meine Frage nach Wünschen für kommende Blogbeiträge und Kurse erhielt ich einige Rückmeldungen mit der Bitte, mehr Artikel zu Bildbearbeitung und -organisation zu bringen. Somit bildet dieser Beitrag den Startschuss für diese Sparte an Blogartikeln.

Bevor wir uns allerdings um die Bearbeitung der Daten kümmern, sollten wir uns überlegen, wie wir in der heutigen Bilderflut einen Überblick über unsere Fotos behalten können. Inzwischen gibt es viele Datenbanklösungen, bei denen die einzelnen Bilder mit Schlagworten versehen und in verschiedenen Katalogen sortiert werden können. Da aber besonders Foto-Amateure oft kein all zu großes Budget für ihr Hobby haben, möchte ich hier zeigen, wie man auch mit normalen Board-Mitteln eine gute Übersicht über sein Archiv behalten kann.

Alles startet bei mir mit der Ordner- und Dateibennenung. Eine logische Ordnerstruktur ermöglicht euch nicht nur, die Daten erfolgreich zu suchen, sondern diese kann auch problemlos später in eine Datenbanklösung eingebunden werden.

Meine Ordner-Struktur beginnt auf meiner Foto-Festplatte mit einem Ordner für das jeweilige Jahr. In diesen Jahresordner lege ich für jedes neue Shooting einen eigenen, separaten Ordner an. Dieser erhält als Bezeichnung einen eindeutigen Namen was oder wo fotografiert wurde und zusätzlich, durch einen Unterstrich getrennt, das Datum des Shootings.

Die Ordner-Struktur, z.B. für ein Testshooting vom 17.12.2011, sieht also folgendermaßen aus:

2011

    testshooting_171211

Die neuen Fotos werden zuerst umbenannt und dann in den gerade dafür angelegten Ordner kopiert (nicht verschoben!). Als neuen Dateinamen erhalten die Bilder den Namen des Ordners, dem durch einen Unterstrich getrennt noch eine dreistellige Indexzahl angehängt wird. Das Ganze sieht dann also (für das obige Beispiel) so aus:

2011

    testshooting_171211

    testshooting_171211_001.cr2

    testshooting_171211_002.cr2

    usw.

Wollt ihr jedoch einen eher chronologischen Überblick über euer Archiv behalten, könnt ihr diese Struktur leicht abändern. Dafür drehen wir einfach das Datum an den Anfang und beginnen mit dem Jahr:

2011

    111217_testshooting

    111217_testshooting_001.cr2

    …

Gleichzeitig kopiere ich die neu umbenannten, kopierten Bilder in einen Backup-Ordner, der auf einem (physisch) anderen Laufwerk liegt. So bleiben mir die Daten auch bei einem Festplattencrash erhalten. Erst wenn die Bilder auf zwei Laufwerken gesichert sind, formatiere ich die Speicherkarte. Ich möchte immer sicherstellen, dass die Daten mindestens an zwei unterschiedlichen Orten gespeichert sind.

Wenn ihr diese Datei-Struktur einführt, so könnt ihr sogar über die doch recht rudimentäre Suchfunktion eures Betriebssystems schnell bestimmte Bilder finden.

Nach gründlicher Sichtung der Bilder und großzügigem (!) Aussortieren werden die schlechteren Aufnahmen gelöscht und die verbliebenen Fotos in das DNG-Format konvertiert.

Ich mache diese Schritte direkt in Lightroom, wo ich auch gleich noch Schlagworte vergeben kann. Dies ist besonders dann hilfreich für mich, wenn ich an einem Tag viele unterschiedliche Motive fotografiere und diese somit direkt benennen kann. Allerdings kommt das in der Regel nur auf Fotoreisen für mich in Frage, wo ich z.B. den genauen Ort der Aufnahme als Schlagwort mit eintrage. Bei alltäglichen Arbeiten verschlagworte ich normalerweise nicht – die hier beschriebene Ordner- und Datei-Struktur reicht mir dafür völlig aus.

Ich hoffe, euch hilft dieser Beitrag ein wenig, Übersicht über euer Archiv zu bekommen und zu erhalten!

- Martin -


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