Tattoo-Projekt

Wie hier im Blog bereits einmal angekündigt, habe ich kürzlich ein neues, freies Projekt gestartet, in dem ich tättowierte Menschen portraitiere. Angefangen habe ich dieses Projekt mit Chrisostomos, welcher über zwei asiatische Tattoos verfügt.
Die ersten Aufnahmen mit Chrisostomos entstanden auf der Hochburg in Windenreute und sind in diesem Blogpost zu sehen. Nach den Außenaufnahmen packten wir zusammen und fuhren in die Tanzschule Waldkirch, wo wir noch einige Konzepte in Studio-Atmosphäre fotografierten.

Im Tanzstudio baute ich ein transportables Hintergrundsystem auf, an dem ich schwarzen Bühnenmolton befestigte. Für diese Aufnahme kamen vier Blitze zum Einsatz. Die beiden Kantenlichter waren je ein Blitz mit Wabe, die etwa auf 11 und 2 Uhr hinter Chris standen. Um seine Beine und Füße ebenfalls vom Hintergrund zu trennen, befestigte ich einen weiteren Blitz an einem Galgenstativ und ließ diesen in eine 28″-Softbox  feuern. Die Softbox war direkt über und leichter hinter ihm positioniert. Um das Tattoo gut zu zeigen, kam ein weiterer Blitz von vorn links zum Einsatz. Dieser wurde mit einem Tubus versehen, der das Licht rein auf seinen Körper richtete.

Für das obige Bild veränderten wir das Setup kaum: die 28″-Softbox von oben wurde leicht vor ihm nach unten gerichtet, so dass er eher im Randstrahl des Lichtes stand. Die Kantenlichter blieben gleich und sorgten nach wie vor für eine gute Separation. Rechts der Kamera stand ein weiterer Blitz, welcher wieder durch einen Tubus rein auf das Tattoo gelenkt wurde.

Unverändert ließen wir das Setup auch für dieses Bild. Allerdings wechselte ich zu 35mm Brennweite, um die Faust vergrößert abbilden zu können. Außerdem platzierte ich einen großen silbernen Aufheller direkt neben der Kamera, damit noch ein kleiner Hauch an Licht in seine Augen zurück reflektiert wurde.

Um noch geheimnisvoller und bedrohlicher zu erscheinen, schaltete ich nun für diese Aufnahme die Kantenlichter aus und schob die Softbox exakt über Chrisostomos. Dadurch erhielt nur die Stirn und die Haare noch ein wenig Licht, aber die Augen blieben im Schatten. Um jedoch einen minimalen Glanz in die Augen zu bekommen, positionierte ich einen weiteren Blitz auf geringerster Leistung direkt in Kameraachse sehr tief, so dass er von unten in die schattigen Augenhölen blitzte. Das Tattoo wurde wieder wie gehabt mit einem Blitz mit Wabe ausgeleuchtet.

Für die letzte Aufnahme kam die Softbox wieder sehr steil von oben und fungierte als Hauptlicht. Die Kantenlichter zielten stark abwärts, um eine Trennung der schwarzen Hose vom Hintergrund zu bewirken und die Füße gut abzugrenzen. Direkt hiner Chris legte ich noch einen weiteren Blitz auf den Boden, welcher ihn genau von hinten anblitzte und für die Lichtsäume auf der Innenseite der Arme sorgte.

Vielen Dank nochmals an mein Modell Chrisostomos, der alles bereitwillig mitmachte und an Ursel, die mir bei diesem Shooting assistierte! Es hat viel Spaß gemacht und es sind mal wieder tolle, für mich nicht alltägliche Aufnahmen entstanden!

Das Projekt führte ich weiter mit Katrin. Bilder von ihr werdet ihr in Kürze hier finden…

Viele Grüße
- Martin –

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1 Kommentar auf “Tattoo-Projekt

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